368 Seiten,
19,80 Euro - ÖS - SFr 35,20
3-930243-34-2
Omega Verlag Aachen
Das Ausbrechen in die Freiheit nondualen Bewußtseins ist für Jed McKenna ein "spirituell unkorrekter" Vorgang: Spiritualität nährt das Ego, Erleuchtung löscht die falsche Identifikation mit dem Ich für immer aus. In seinen schonungslosen Demaskierungen zeigt der Autor, wie die Ego-Verhaftetheit uns in einem Käfig beschränkender Vorstellungen gefangenhält und unser Sein auf Kindergartenniveau reduziert. Ums Erwachsenwerden geht es McKenna und ums Erwachen zu unserem grenzenlosen Potential. Wer darin aufgehen will, dem empfiehlt er "Spirituelle Autolyse" - ein schmerzhafter Selbsthäutungsprozeß. Praktisch vorgeführt wird er am Beispiel der New-Age-Journalistin Julie. Literarisch dokumentiert findet McKenna ihn auch in dem mysteriösen Walfänger-Epos Moby Dick, das er als westliche Version des indischen Mahabharata entschlüsselt. Der Prozeß endet in jenem unbeschreiblichen Land jenseits aller Illusionen, von dem der Autor sagt: "Komm und sieh selbst."
Über Jed McKenna waren durch seinen US-Verlag weder ein Portrait noch irgendwelche biographischen Angaben zu erhalten. Amerikanischen Leserreaktionen zufolge kursiert in den Staaten bereits das Gerücht, es gäbe ihn gar nicht. Doch wen gibt es dem Autor zufolge schon wirklich?
Seinem ersten Buch Verflixte Erleuchtung (Edition Spuren) ist zu entnehmen, daß er etwa Mitte 30 durch "Spirituelle Autolyse" Erleuchtung erlangte und daß seitdem rund 15 Jahre vergangen sind. Während er eine Zeitlang in seinem Haus in Iowa unfreiwillig von einer Schar von Anhängern belagert wurde, scheint er heute in jeder Hinsicht ungebunden zu sein. Spirituell unkorrekte Erleuchtung entstand während eines Besuchs auf Long Island, das im Buch Kulisse für manches philosophische Gespräch ist.